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Aus dem Menschenbild ein Gottesbild machen?

  • Autorenbild: HMF
    HMF
  • 23. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit

«Ich habe gelernt, mir genügen zu lassen, wie’s mir auch geht. Ich kann Überfluss haben und Mangel leiden; ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus!» Phil 4,10-13

 

Menschenbild? Eine Frau kam vor Gericht, weil sie bis 2014 über 1 Mio. Franken Schulden für Kleiderkauf gemacht hatte. Ihre Aussage: «Andere haben Freunde. Ich habe Kleider! Ich bin ein taktiler Mensch, der viele schöne Dinge besitzen möchte. Die Schönheit ist für mich der Sinn des Lebens.» Wir Gotteskinder dürfen unseren Lebenssinn und Wert in Jesus haben und müssen ihn nicht mit Materiellem kompensieren. Jesus gibt uns alles: Friede, Freude, Aufmerksamkeit, Wichtigkeit. Jesus hat mit seinem Kreuzestod den Sündenschmutz aller Menschen gebüsst und damit ihre ursprüngliche Schönheit wiederhergestellt. Wir bekommen sie zurück durch Bekehrung und Wiedergeburt. (Jesaja 53,3; 1.Petrus 3.3).

 

«Obwohl Jesus Gott war, bestand er nicht auf seinen göttlichen Rechten und nahm Knechtsgestalt an und war gehorsam bis zum Tod, indem er wie ein Verbrecher am Kreuz starb.» Philipper 2,6-8

 

Gottesbild? Der Krimi-Autor Arthur Conan Doyle schrieb: «Ein Kriminalschriftsteller muss schon zu Beginn wissen, was im letzten Abschnitt des Krimis ans Licht kommen soll. Und zwar so, dass die Leser immer mitdenken können, jedoch die Auflösung des Rätsels nicht schon ahnen. Das Schicksal der Charaktere sollte dem Publikum ans Herz gehen, so dass es bangt und den Sieg der Gerechtigkeit herbeisehnt.» Versuchen wir Gläubigen auch, unsere Lebensgeschichte so zu präsentieren, dass es dem Zuhörer ans Herz geht? Oder versuchen wir, Gott dort ansiedeln, wo wir es bei den Menschen am erfolgreichsten taten? Die Spielzeug- und Filmindustrie hat das längst erkannt: Da wird das niedliche Kindlein zur Prinzessin, der tapfere Mann zum Helden, die schönste Frau zur Königin. Mit uns als Traumbesetzung dieser Rollen, projizieren wir sie später in Gott hinein und rechnen damit, dass er uns nichts Schlimmes widerfahren lässt. Auch Jakobus und Johannes hatten solche Traumbilder und wollten sich schon mal ihre Vorzugspositionen im Himmel neben Jesus sichern. Jesus fragte sie: «Könnt ihr auch den Kelch trinken, den ich trinken muss?» (Markus 10,35-41). Mit überzeugtem Ja brachten sie ihre kühne Selbstüberschätzung ans Licht. Was kommt bei uns im letzten Abschnitt des Lebens-Krimis ans Licht? Dass wir als die vermeintlich Liebsten die Mörder waren! Und dass der von uns als Schuldiger Vermutete der Retter war! Weil Jesus in Knechtsgestalt kam und nicht als Herrscher, haben wir die Rolle Gottes gespielt und Jesus als den Allerverachtetsten beiseitegeschoben. Lasst uns Gott für die Aufdeckung dieses tödlichen Lebensirrtums mit inniger Liebe und Hingabe danken!


HMF 23.04.2025


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