Die Stimme Gottes
- Urs Sennhauser

- 12. Feb.
- 6 Min. Lesezeit

Ein sehr wichtigster Aspekte für einen Christen ist es, eine aktive Beziehung mit Gott zu leben. Aus diesem Grund halte ich es für sehr wichtig, in diesem Blog zu beschreiben, wie man Gottes Stimme hören kann. Du wirst vielleicht überrascht sein zu erfahren, dass Gott tatsächlich mit dir reden will. Jesus bestätigt diese Wahrheit, als er sagte: „Meine Schafe (Christen) hören meine Stimme,“ und „das ewige Leben zu haben heisst, dich zu kennen, den einzigen wahren Gott, und den zu kennen, den du gesandt hast, Jesus Christus.“ (Johannes 10,27, Johannes 17,3). Gott spricht in vielerlei Hinsicht. In Hiob 33,14 heisst es: " Gott spricht immer wieder, auf die eine oder die andere Weise, nur wir Menschen hören nicht darauf!“ (HfA). Er spricht durch die Bibel, Träume, Visionen, Engel, Umstände, seine hörbare Stimme, Natur, andere Menschen, Intuition und andere Möglichkeiten. In diesem Blog möchte ich dir eine einfache Möglichkeit zeigen, wie du das Reden von Gott hören kannst. Es heißt, "Gesprächsnotizen mit Gott" und ist ein grossartiger Punkt zum Starten. Je mehr du damit übst, desto mehr kannst du darauf aufbauen. Dabei stellst du Gott eine Frage und schreibst dann auf, was du glaubst, was er gesagt hat. Ganz unten habe ich einen Platz für die Gesprächsnotizen mit Gott vorgesehen. Bitte schreibe jeden Tag wenn du dies ausprobierst etwas in dein Notizheft. Gott will es noch viel mehr als du, dass du Seine Stimme hören kannst. So erhältst du ein Tagebuch für dich - oder du gibst es einem guten Freund, Mentor oder Pfarrer zum Lesen. Lass dich unterstützen – die Rückmeldungen werden dir weiterhelfen in deinem Wachstum. Schreib einfach auf, was dir durch den Kopf geht. Manche Menschen haben Angst davor etwas falsch zu machen, dass sie sich nicht einmal eine Chance geben, das Reden von Gott zu hören. In Hebräer 5,14 steht: “Ein Erwachsener kann feste Nahrung zu sich nehmen. Nur wer seine Urteilsfähigkeit geschult hat, der kann auch zwischen Gut und Böse unterscheiden.“ Gottes Plan für dich ist es, dass du sicher wirst im Hören seiner Stimme. Mache es dir zur Gewohnheit anzuwenden, was ich hier schreibe. Dadurch wird deine Fähigkeit Gott zu hören wachsen und sie wird stark und präzise.
Hier sind vier Punkte, um dir den Einstieg zu erleichtern.
• Punkt # 1: Spontanität
• Punkt # 2: Stille
• Punkt # 3: Vision
• Punkt # 4: Gesprächsnotizen mit Gott
Punkt # 1: Spontanität
Ein Weg wie Gott spricht ist aus deinem Inneren! Direkt in deine Gedanken hinein. Warum? Weil er gekommen ist, um in dir zu leben, wie es in 1. Korinther 6,19 steht. „Oder habt ihr etwa vergessen, dass euer Körper ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt...“ Die Stimme Gottes in dir wird manchmal auch als „Gottes leise Stimme“ bezeichnet. Und dieser Gedanke, nicht irgendein Gedanke, aber ein spontaner Gedanke, klingt weiser und liebevoller als deine normalen Gedanken. Du bist zum Beispiel irgendwo hin unterwegs und plötzlich kommt dir das Gesicht von jemandem in den Sinn, und du weisst, dass du für diese Person beten sollst. Das ist Gott! Also betest du! Der Gedanke ist nicht erzwungen, sondern spontan. Dies bedeutet, dass du nicht krampfhaft versuchen musst von Gott zu hören, sondern dass du dich bereit machst um von ihm etwas zu hören und dies übst. Dazu aber später mehr.
Punkt Nr. 2: Stille
Wenn du ängstlich bist oder über besorgniserregende Fragen nachdenkst, dann wird es schwierig sein die Stimme Gottes zu hören. Sitze einmal ganz bequem hin und schliesse deine Augen. Konzentrieren dein Herz auf Jesus. Vielleicht singst du ein ruhiges Anbetungslied oder du wiederholst den Namen „Jesus“ bis du dich entspannt fühlst. Dies ist eine gute Ausgangslage, um von Gott zu hören. Die Bibel sagt uns: „Jesus aber zog sich immer wieder in die Einsamkeit zurück, um zu beten.“ (Lukas 5,16. NGÜ). Finde einen ruhigen Ort und sei Aufmerksam auf Jesus.
Nachdem du nun entspannt und ruhig bist, wollen wir den nächsten Punkt betrachten:
Punkt Nr. 3: Vision
Wenn du das Wort „Baum“ liest: was kommt dir in den Sinn? Die Buchstaben? Oder ein Bild von einem Baum? Warum? Wir denken in Bildern, die wir in unserer Vorstellung vor den inneren Augen sehen. Gott hat uns absichtlich so geschaffen. Durch Bilder kann viel ausgesagt werden. Wie jemand einmal sagte: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.“ Unsere Phantasie oder Vorstellungskraft kann für das Böse oder für das Gute verwendet werden. So steht zum Beispiel in Psalm 2,1: „Warum toben die Nationen und sinnen Eitles die Völkerschaften?“ (Elberfelder). In Josua 1,8 lesen wir als anderes Beispiel eine Zusage von Gott: „Dieses Buch des Gesetzes soll nicht von deinem Mund weichen, und du sollst Tag und Nacht darüber nachsinnen, damit du darauf achtest, nach alledem zu handeln, was darin geschrieben ist; denn dann wirst du auf deinen Wegen zum Ziel gelangen, und dann wirst du Erfolg haben.“ (Elberfelder). Das Wort „darüber nachsinnen“ im Buch Josua ist im Urtext der Bibel das gleiche Wort, welches in den Psalmen als „sinnen“ übersetzt wird, welches soviel bedeutet wie „sich vorstellen“ oder „sich ein Bild davon machen“.
Dies ist eine Möglichkeit wie Gott spricht; und wir wollen Menschen sein, die Gott unsere Vorstellungskraft als Plattform für sein Reden zur Verfügung stellen wollen. Eine einfache Möglichkeit dies zu üben ist eine Geschichte von Jesus in Matthäus, Markus, Lukas oder Johannes (den Evangelien) zu lesen, dabei die Augen zu schliessen und sich dann selber in der Vorstellung in die Geschichte hineinzubegeben. So kannst du zu Jesus kommen und ihm eine Frage stellen. Versuche nicht die Vorstellung vorauszuplanen. Frage einfach und lasse Jesus zu dir sprechen. Erlaube es Jesus selbst zu sprechen, ohne dass du dir vorstellst, was er sagen könnte. Lass einfach den spontanen Gedanken (wie bei Punkt # 1 gesehen) freien Lauf. Später, wenn du schon geübter bis, brauchst du nicht mehr eine Geschichte oder ein konkretes Bild als Einstiegspunkt um Gottes Reden zu hören, aber dies ist ein guter Weg, um zu starten und bietet eine gute Möglichkeit, um von Gott zu hören, ohne das deine Gedanken plötzlich umherwandern und du abgelenkt wirst, anstatt auf Gottes Stimme zu hören.
Im Buch Daniel hat es viele Beispiele für solche Visionen. Die meisten Bücher in der Bibel sprechen über Visionen, aber das Buch Daniel macht klar, dass sich viele der Visionen, die Daniel hatte, in seiner Vorstellung abspielten. Epheser 1,18 bezeichnet unsere Vorstellung als „die Augen deines Herzens.“ In Daniel 7,1 siehst du wie Gott über Bilder in den Gedanken zu jemandem spricht.
Zum Schluss solltest du aufschreiben was Gott zu dir gesprochen hat. Dies ist der
Punkt # 4: Gesprächsnotizen mit Gott
Eigentlich ist die ganze Bibel voll von Gesprächsnotiz-Einträgen von Menschen, die Gott gesucht haben. Was du von Gott hörst und in deinen Gesprächsnotizen mit ihm niederschreibst, ersetzt nicht die Bibel und sollte nicht dem widersprechen, was in der Bibel steht. Aber es wird dich hineinführen in eine grössere Vertrautheit mit Gott. Gott ist intelligent und kann dir in vielen Bereichen helfen. Er kennt alle Aspekte deines Lebens. Gesprächsnotizen mit Gott sind ein Weg, um ihn in alle Bereiche deines Lebens einzuladen. Es ist wichtig zu wissen, dass Gott nicht immer nur in Klartext redet. So wie Jesus Geschichten gebrauchte um etwas zu illustrieren, so spricht Gott manchmal auch mit Bildern und Phrasen, die nicht immer sofort offensichtlich sind. Er will dich damit nicht verwirren, sondern dich dazu einladen, die Bedeutung mit ihm und deinen Freunden zu entdecken. Es ist eine Einladung in eine Beziehung. „Es ist die Herrlichkeit Gottes eine Sache zu verbergen, aber die Ehre von Königen, eine Sache zu erforschen“ (Sprüche 25,2). Gott spricht auf verschiedenste Arten. Je mehr du wächst in deiner Beziehung zu Gott, umso mehr wirst du entdecken, dass es ein spannendes Abenteuer ist, seine Stimme zu hören!
Beginnen wir nun also jetzt gleich mit den Gesprächsnotizen mit Gott, denn es ist wirklich eine der besten Möglichkeiten, um von Gott zu lernen. Nimm dir eine Minute Zeit und lies Johannes Kapitel 1. Stell dir vor, du bist in der Situation wie in Johannes 1,35-51 beschrieben. Sobald du in der Situation bist, gehe zu Jesus hin und setze dich neben ihn. Frag ihn eine der folgenden Fragen:
1. Was denkst du über mich?
2. Liebst du mich?
Ich empfehle dir sehr, dass du nicht Fragen stellst wie „Warum musste mein Vater sterben?“ Es kann sein, dass du später Antworten auf emotional heikle Fragen hören wirst, aber für jetzt, halten wir es einfach. Schreibe auf den Linien unten auf, was Jesus dir sagt. Denke daran: werde ruhig, stelle dir die Szene vor, frage Jesus eine Frage und notiere dir, was er dir geantwortet hat.
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Hier hast du Platz um die Fragen aufzuschreiben, welche dir beim Lesen dieses Kapitels eingefallen sind. Nimm diese Fragen und gehe damit zu einer geistlich reifen Person der du vertraust.
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Frage: Wie wichtig ist es deiner Meinung nach Gottes Stimme hören zu können?
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BW, 2013 - Deutsche Übersetzung: US, 2015
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